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Handlesen

Die Kunst der Weissagung aus Formen und Linien der Hand
(Chiromantie)
stützt sich vor allem auf Überlieferungen aus dem Altertum.
Vor allem im späten Mittelalter erreichte sie eine weite
Verbreitung.
Hierbei wird zunächst die gesamte Handform, dann die
Formen und Linien
der Handinnenfläche sowie der Rascettenlinien am Handgelenk
begutachtet.
Dann wird ein Vergleich zwischen rechter und linker Hand
durchgeführt
und auf unterhaltsame Art die in der Hand angelegten Wesens- und
Charaktermerkmale
sowie das Schicksal entschlüsselt.
Dies kann in einem Eckchen oder Zelt geschehen,
lässt sich jedoch auch hervorragend als entsprechend kostümierte Handleserin,
die sich unter das Publikum mischt, in das Fest einbinden.
Im Gegensatz zum Kartenlegen, das auch ereignisbezogene
Fragen zulässt,
treten hierbei eher Aussagen über Anlagen und Möglichkeiten
der Person in den Vordergrund.
Das Handlesen nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch als das
Steinorakel.
Zu beachten ist,
dass die vorhandene Beleuchtung auch die kleineren
Linien der Handinnenfläche erkennen lässt.
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